NUN GUTE NACHT

NUN GUTE NACHT

Der Franz Zeller Platz und der vergessene und verdrängte Widerstand

Ein Projekt von: Robert Streibel
Projektleitung:
Sie starben für ihre Überzeugung

Wer Franz Zeller war, der Namensgeber für den Platz vor der Kunsthalle Krems, ist heute so gut wie niemandem mehr bekannt. Eine Leuchtschrift mit den Worten „Nun Gute Nacht“ soll das Schicksal
Franz Zellers in Erinnerung rufen. Die drei Widerstandskämpfer Franz Zeller, Ferdinand Strasser und Johann Hoffmann wurden 1941 von der Gestapo verhaftet.

In der Anklageschrift heißt es unter anderem: „Franz Zeller […] wurde im sozialdemokratischen Sinne erzogen. Im Jahre 1927 trat er der SPÖ bei, der er bis zum Verbot 1934 angehörte. […] Von 1928 bis 1933 war er außerdem aktives Mitglied des republikanischen Schutzbundes. Zeller ist von Beruf Hilfsarbeiter, fand aber erst nach elfjähriger Arbeitslosigkeit nach der Rückgliederung Österreichs
an das Reich Arbeit. Franz Zeller kannte Ferdinand Strasser von Jugend auf und beide blieben nach 1938 bei ihrer marxistischen Gesinnung.” In den NS-Akten ist weiters vermerkt, dass sie „im Herbst 1939 allmählich zur Ansicht (kamen), dass der Nationalsozialismus die in Österreich bestehenden Rechte der Arbeiterschaft verkürze und dass sich diese nur wehren könnte, wenn die Arbeiter zu einer 'kommunistischen Oppositionspartei' zusammengeschlossen würden“.

Am 12. Juni 1942 wurden die drei Angeklagten aus Krems zum Tod verurteilt; am 30. September 1942 wurden sie hingerichtet.

Der Abschiedsbrief Zellers an seine Eltern endet mit den Worten: „Nun liebe Eltern, nehme ich Abschied für immer von Euch (…) Bewahrt
mir ein gutes Andenken (…). Nun Gute Nacht meine lieben Eltern, Gute Nacht.“

Mitwirkende:
Dr. Robert Streibel, Mag. Gregor Kremser
 
 
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